Edelmetall Charts

Edelmetall Charts Risikoaverse Anleger vermeiden es, in Fonds oder Aktien zu investieren. Zu hoch das Risiko, zu gering der Gewinn. Sie setzen ihren Fokus derzeit eher auf Rohstoffe und Sachwerte. So zum Beispiel Edelmetalle. Möchte man in Gold, Silber, Platin oder Palladium investieren, so sollte man das ganze wohlüberlegt angehen. Folgende Schritte sollten beachtet werden: 1. Analyse des aktuellen Kurses 2. Edelmetalle bei niedrigem Preis erwerben 3. Edelmetalle bei hohem Preis veräußern Was sind Fixings und wer führt sie aus? Bei der Analyse des Kurses darf man die Fixings nicht außer Acht lassen. Als Fixing wird die Festlegung fester Referenzpreise, die immer zur gleichen Tageszeit vorgenommen wird, bezeichnet. Den Handel für Gold und Silber koordiniert die London Bullion Market Association (LBMA). Der London Bullion Market ist der wichtigste außerbörsliche Handelsplatz für die beiden Edelmetalle und hier wird auch der Weltmarktpreis festgesetzt. Das Goldfixing erfolgt von Montag bis Freitag zweimal täglich, um 11.30 Uhr und um 16.00 Uhr MEZ. Die Sitzung findet in der Barclays Bank statt, der Vorsitz wird einmal jährlich rotiert. Bei dieser Veranstaltung ist je ein Vertreter der Barclays Bank, der Deutschen Bank AG, der Bank of Novia Scotia, der Société Générale und der HSBC Bank USA anwesend. Alle genannten Banken sind Mitlieder der LBMA. Das Silberfixing wird Montag bis Freitag jeweils ein Mal um 13.00 Uhr durchgeführt. Hierbei hat die Bank of Nova Scotia den Vorsitz, der Silberpreis wird gemeinsam mit der HSBC Bank USA und der Deutschen Bank AG fixiert. Das anschließende Clearing übernehmen die Barclays Bank, JPMorgan, UBS, Deutsche Bank AG, HSBC Bank USA, Bank of Nova Scotia. Das Silberfixing wird zum 14. August 2014 eingestellt. Der Weltmarktpreis für Platin und Palladium wird vom London Platinum and Palladium Market (LPPM) festgesetzt. Das Platin- und Palladiumfixing wird zweimal am Tag via Telefon ausgeführt, jeweils Montag bis Freitag um 10.45 Uhr und 15.00 Uhr MEZ. Den Vorsitz dieser Veranstaltung hat die Standard Bank. Es ist je ein Vertreter der Standard Bank, von Goldman Sachs, der HSBC Bank USA, von BASF Metals Limited und von Johnson Matthey anwesend. Die Bedeutung von Edelmetall Charts Zur Analyse unentbehrlich sind die Edelmetall Charts, also die jeweiligen Charts von Gold, Silber, Platin und Palladium. Anhand dieser kann man den Kurs tagesaktuell verfolgen oder den Verlauf monats- bzw. jahresweise ersehen. Ein Chart ist also ein Diagramm, an dem der Kursverlauf eines bestimmten Wertes dargestellt wird. Hierbei wird die Zeit auf der horizontal gelegenen X-Achse und der Preis auf der vertikalen Y-Achse dargestellt. Bei längeren Zeiträumen wird die Preisachse skaliert, so kann man Preisbewegungen verhältnismäßig besser darstellen. Es gilt also, je größer die gewählten Zeitintervalle, desto größer der betrachtete Zeitraum. Im Folgenden erfolgt eine kurze Beschreibung der beiden Darstellungsvarianten, die für Edelmetalle am wichtigsten sind. Balkenchart Jedes Intervall ist als senkrechte Linie dargestellt, die vom tiefsten bis zum höchsten Kurs innerhalb des jeweilgen Intervalls reicht. Der kleine waagerechte Strich auf der linken Seite steht für den Eröffnungskurs und das Pendant auf der rechten Seite für den Schlusskurs. Balkencharts werden auch OHLC genannt, was für open, high, low und close steht. Linien-Chart Hierbei werden nur die Schlusskurse der Intervalle angezeigt und danach durch eine Linie miteinander verbunden. Da der Hoch- und Tiefkurs fehlt, sind Kursschwankungen in einem Intervall nicht ersichtlich. Gerade bei Edelmetallen ist zu beachten, dass die Kurse sehr volatil sind. Das heißt, sie können starken Schwankungen innerhalb kurzer Zeiträume unterstehen. Daher sollte man ihre Kurse stetig verfolgen. Wie sich Kurse zukünftig entwickeln, weiß natürlich niemand ganz genau. Aber man kann gewisse Indikatoren als Orientierungshilfe verwenden. Als Beispiel sei hier der Silberkurs genannt. Dieser bewegte sich ein knappes Jahr leicht seitwärts. Von einer Seitwärtsbewegung wird gesprochen, wenn sich das Niveau eines Kurswertes über einen gewissen Zeitraum nicht übermäßig verändert. Im Juni 2014 jedoch stieg der Silberwert für europäische Investoren um knapp 14%. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass hieraus ein bullisher Trend entsteht. Bullish bedeutet, dass der Kurs steigt. Das Gegenteil hiervon wäre bearishen, hierbei fällt der Kurs. Synonyme für diese beiden Begriffe sind übrigens Baisse (negativer Kurs) und Hausse (positiver Kurs). Für Interessenten gilt es also, den Kurs zu verfolgen und wenn der Kurs des gewünschten Edelmetalls fällt, zu kaufen. Steigt der Kurs wieder bis zu einem gewissen Grad, so kann man gewinnbringend verkaufen.