Bei Gold ist die Kursentwicklung weiterhin unklar

Beim Gold stellen sich derzeit viele Menschen die Frage, ob das Edelmetall überhaupt noch ein guter Indikator für Krisen ist oder nicht. Im Rahmen dessen kommt auch viel Bedeutung der Frage zu, ob es in naher Zukunft tatsächlich noch einmal so etwas wie „goldige Zeiten“ geben kann. Beurteilt man die Chart-Entwicklung nüchtern, so lässt sich beobachten, dass Gold in Krisenzeiten praktisch immer an Wert gewonnen hat.

Zwei Goldbarren liegen auf dem Boden
Die künftige Kursentwicklung beim Gold in Zukunft wird darüber entscheiden, ob das Edelmetall krisensicher ist oder nicht. Quelle: Africa Studio – 252771583 / Shutterstock.com

Gold war in der Vergangenheit häufiger ein guter Indikator für Krisen

Um die Entwicklung des Goldkurses machen sich momentan vor allem diejenigen Menschen Gedanken, die in der Vergangenheit hier entsprechende Käufe getätigt haben. In Anbetracht dessen, dass der Kurs momentan relativ niedrig datiert, überlegen jedoch auch potenzielle Käufer, ob gerade der richtige Zeitpunkt zum Kauf gekommen ist. In der Vergangenheit war Gold öfter ein sehr guter Indikator für Krisen in der Wirtschaft und reagierte daraufhin immer mit den steigenden Preisen. Im Gegenzug dazu korrigierte sich der Kurs meistens nach unten, wenn sich auf den Märkten eine allgemeine Entspannung breit machte. Zwei Zeiträume sollen dabei einmal näher betrachtet werden:

  1. Vom Jahr 2000 bis zum Jahr 2011 stieg der Goldpreis praktisch kontinuierlich geradlinig an
  2. Von 2003 bis 2007 gewann neben Gold aber auch der Dax erheblich an Wert hinzu

Dagegen, dass Gold nur in Krisenzeiten ordentlich an Wert zulegt, spricht die Kursentwicklung, die in den elf Jahren von 2000 bis 2011 stattgefunden hat. Hier reagierte der Goldpreis nicht analog zu schwierigen Zeiten auf den Märkten, sondern kannte prinzipiell immer nur eine Richtung und zwar nach oben. Zwischen den Jahren 2003 bis 2007 war es sogar so, dass der Goldpreis und auch der Dax-Kurs parallel anstiegen. Hier kam selbst Menschen, die naturgemäß eher skeptisch die Weltwirtschaftslage sehen, nur schwerlich das Wort „Krise“ über die Lippen.

Rückgang des Goldpreises verunsichert die Anleger nicht wirklich

Die Kursentwicklung beim Gold ist von Höhen und Tiefen geprägt
Der Chart beim Gold befindet sich momentan auf einem stabilen Wert, sodass die Anleger kaum verunsichert sind. Quelle: Vintage Tone – 402299206 / Shutterstock.com

Im Gegensatz dazu ist der Goldpreis momentan auf einem relativ niedrigen Stand, wobei der Rückgang prinzipiell schon im Winter 2011/2012 eingesetzt hat. Hier stieg der Dax allerdings parallel dazu an, obwohl die Zeit ebenso nicht komplett krisenfrei war. Insbesondere die Griechenland-Rettung und die Sorgen, die um die Währung des Euros zu diesem Zeitpunkt existierten, bestätigen dies. Besonders Anleger aus dem europäischen Raum, die ihr Gold mit Euro erworben haben, bekommen momentan bei einem Verkauf nicht unbedingt den besten Deal. Doch es gibt auch gute Nachrichten, denn Gold hat bislang nicht nachhaltig die wertvolle Zone der Unterstützung, die bei 1190 bis 1210 Dollar existiert, unterschritten. Gleichfalls schickt sich das Edelmetall momentan auch dazu an, den Abwärtstrend bei knapp unter 1300 Dollar zu überwinden. Diese Entwicklung sollten selbst Goldbären nicht außer Acht lassen, denn der Chart spricht für zweierlei:

  1. Viele Investoren sehen momentan deutlich Luft nach oben bei dem Goldpreis
  2. Die Luft nach unten vergrößert sich in einem zunehmenden Maße

Noch ein weiterer Faktor spricht dafür, dass der Goldkurs momentan kaum nach unten hin gefährdet ist. So hat sich in den letzten vier Jahren zwischen 2013 bis 2017 ein wertvoller Boden von 1050 bis 1380 Dollar gebildet.

Langfristiger Aufwärtstrend könnte beim Gold schon bald erfolgen

Goldbarren liegt auf Graph mit Aufwärtstrend
Möglicherweise kann sich das schwächelnde Gold schon bald wieder auf hohen Werten stabilisieren. Quelle: allstars – 402776626 / Shutterstock.com

Langfristig gesehen ist somit enormes Potenzial bei der Entwicklung des Goldpreises zu erblicken, wobei insbesondere zwei Faktoren nun auch so langsam für die Anleger passen:

  1. Die Dynamik bei steigenden Preisen kommt so langsam neu auf
  2. Das Widerstandsband bei rund 1380 Dollar wird angepeilt

Sollte es dem Goldkurs nachhaltig gelingen, den ausgeprägten Widerstand bei 1370 bis 1380 Dollar zu durchbrechen, so kann endlich wieder ein deutlicher Aufwärtstrend konstatiert werden. Gelingt dies, so kann sich Gold aber auch wieder dazu aufmachen, alte Bestmarken jenseits der 1900 Dollar zu durchbrechen. Momentan ist es allerdings noch zu früh, allzu positive Prognosen im Hinblick auf die Überwindung des erwähnten Widerstandsbandes abzugeben. Die Vergangenheit hat nämlich gezeigt, dass derartige Durchbrechungen bei weitem seltener stattfinden, als dies Experten im Bereich der Wirtschaft vorhersagen. Nichtsdestotrotz ist es so, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Trendwende in den letzten beiden Monaten eher zugenommen hat. Mit Spannung zu erwarten ist also, wie der Kurs in den kommenden Wochen, genauer gesagt in den nächsten beiden Monaten performen wird.

Vergangene Anlage in Gold hat mittlerweile eine gute Rendite erzielt

Was bereits kurz angerissen worden ist, aber noch einmal näher erläutert werden soll, ist die Entwicklung des Goldkurses seit dem Jahr 2000:

  • Hat man hier eine Feinunze Gold erworben, so mussten damals nur etwas mehr als 250 Dollar auf den Tisch gelegt werden
  • Bis 2012 stieg der Goldkurs dann rasant an und ermöglichte es den Anlegern, bis zum Rekordniveau von knapp 1900 Dollar eine Verachtfachung des Wertes zu notieren

Während der Goldkurs dann 2012 sehr starken Schwankungen bis zur Unterstützung bei knapp 1500 Dollar ausgesetzt war, wurde der Widerstand nach unten hinten vor allem mit Beginn des neuen Jahres 2013 durchbrochen. Hier befand sich der Kurs praktisch im freien Fall und stabilisierte sich erst wieder auf einem Niveau von rund 1200 Dollar. Nichtsdestotrotz ist es vor dem Hintergrund des Gesagten vielleicht taktisch gar nicht unklug, momentan einen gewissen Teil seines Vermögens in Gold zu investieren. Vor allem dann, wenn viel Geld beispielsweise durch das Lotto online spielen (Anzeige) generiert worden ist, kann dies Sinn ergeben. Allerdings sollte man im Rahmen des Investments auf ein ausgeglichenes Anlage-Portfolio achten und beispielsweise Anleihen und Aktien ebenso mit einbeziehen.

Quellen:
Africa Studio – 252771583 / Shutterstock.com
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06.10.2017