Silber Granulat kaufen

Silber Granulat Herstellung

Silbergranulat wird in den Scheideanstalten hergestellt. Zur Produktion von Silbergranulat wird flüssiges Feinsilber in kaltem Wasser durch ein Sieb gegossen. Dabei tropfen kleine Silberkügelchen aus dem Sieb. Durch die Siebgröße kann die Größe der Kugeln eingestellt werden, in der Regel zwischen einem bis fünf Millimeter. Die Abnehmer kaufen dann die Beutel je nach Körnung. Die kleinen Körnchen können auch zu Silberstaub zermahlen werden.


Verwendung

Das Silbergranulat dient als Rohmaterial für Goldschmieden und die Industrie. Silber reflektiert das Licht wie kein anderes Metall und wird darum gebraucht für Hochleistungsspiegel und Wärmereflektoren. Silber ist außerdem ein hervorragender elektrischer Leiter. Hightech-Elektronik kommt ohne Silber nicht aus. Das Silbergranulat eignet sich mit seiner kleinen Körnung hervorragend für die industrielle Weiterverarbeitung. Silber ist eine Grundlage der modernen Industriegesellschaft.


Steuer

Silbergranulat ist ein Zwischenprodukt für die industrielle Weiterverarbeitung. Darum ist es auch nicht von der Umsatzsteuer befreit. Beim Kauf alter Münzen beispielsweise hat man dieses Problem nicht.


Silbergranulat als Geldanlage

Silber kann man kaufen als Silberbarren, Silbertafeln, Silbermünzen, Cook Silber (Münzbarren oder Münzstangen), JunkSilver (kleiner Sack mit Silbermünzen) und als Silbergranulat. Silbergranulat ist dabei die einzige Silberform, die nicht gedacht ist als Geldanlage. Es ist nur ein Industriemetall. Trotzdem wird auch das Granulat von Anlegern gekauft. Silbergranulat als Geldanlage hat glühende Anhänger und stößt bei anderen Anlegern auf strikt Ablehnung.
Das Granulat wird betrachtet als eine Alternative zu Münzen und Barren. Es hatte sogar mal eine Hochzeit. In der Finanzkrise sind den Händlern zeitweise die Münzen und Barren ausgegangen. Da war das Granulat ein willkommener Ersatz und wurde mit Begeisterung gekauft.

 

Vorteile von Silber Granulat kaufen gegenüber Münzen und Barren

Es ist günstig im Preis. Die Prägekosten entfallen, die eine Münze teurer machen als ihren Materialwert.
Es kann leicht weiterverarbeitet werden. Dazu ist es schließlich da.
Es kann in beliebig große Einheiten unterteilt werden.
Silbergranulat wird öfter zum Schnäppchenpreis angeboten. Jedenfalls öfter als Münzen oder Barren.


Nachteile von Granulat gegenüber Münzen und Barren

Der Wiederverkauf kann sehr schwierig werden. Praktisch kommen für einen Wiederverkauf nur Scheideanstalten und Juweliere in Frage. Private Investoren nehmen lieber Münzen oder Barren. Der Markt ist einfach viel kleiner. Wer schnell Liquidität braucht, der kann ein Problem bekommen.
Der Nachweis der Reinheit ist schwieriger und kann Geld kosten.
Es sind keine Wertsteigerungen möglich, wie es bei seltenen Münzen vorkommt. (Allerdings auch keine Wertverluste. Eine Münze kann man zu einem völlig überhöhten Preis kaufen. Bei Granulat ist dies kaum möglich.)

Reinheit

Wenn ein Anleger Silbergranulat kaufen möchte, dann sollte er darauf achten, dass das Granulat eingeschweißt ist und ein Zertifikat dazu gehört. Das Zertifikat ist aber nur so lange sinnvoll, so lange der Beutel nicht beschädigt ist. Bei Silbergranulat ist die Versuchung zum Betrug groß. Darum immer nur bei einem vertrauenswürdigen Anbieter kaufen.
Lose Ware ist nicht mehr so einfach auf Echtheit zu überprüfen. (Es ist aber möglich. Das Granulat gut durchmischen und dann eine Stichprobe nehmen.)


Weiterverarbeitung als Alternative

Silbergranulat kann man zu Silberbarren verarbeiten lassen. Dafür kann man zu einer Scheideanstalt gehen. Dort wird das Granulat zuerst auf Reinheit geprüft, dann wird es eingeschmolzen. Dies hat den Vorteil, dass so die Echtheit des Silbers bestätigt wird. Allerdings kostet dann die Prüfung Geld und noch einmal das Einschmelzen.
Es ist aber auch möglich, Silbergranulat durch den Verkauf an eine Scheideanstalt wieder zu Geld zu machen. Das geht aber nur mit Abschlägen.